Hamburger Steuerberater

Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Eine Arbeit als Ratgeber in Steuerangelegenheiten zu haben. Ein Steuerberater befasst sich überwiegend mit steuerrechtlichen und zusätzlich mit volkswirtschaftlichen Fragestellungen. Steuerberater helfen bei der Erstellung der Steuererklärung. Auf Wunsch bearbeitet der Berater die gesamte Steuerangelegenheit. Auf diese Weise muss man sich überhaupt nicht mehr mit der schwierigen Thematik zu beschäftigen. Die Problematik bearbeitet dann ein Sachkundiger. Zu den zusätzlichen Aufgabengebieten des Beraters zählen die Anfertigung des Jahresabschlusses, die Anfertigung der Buchführung, Überprüfung der Steuerbescheide sowie Vertretung vor Gericht bei Streitigkeiten mit dem Finanzamt. Ein Steuerberater übernimmt für Unternehmen häufig die Buchführung, Lohn- und Verdienstabrechnung, Beratungsgespräche im Bezug auf das Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, und Beantwortung von wirtschaftlichen Fragestellungen. Darüber hinaus kann der Steuerberater sogar die Insolvenzverwaltung und Liquidation eines Unternehmens umsetzen. Des Weiteren sind Aufsichtsratstätigkeit, Unternehmensberatung, vormundschaftliche und treuhänderische Aufgabengebiete ausführbar. Der Aufgabenkreis des Beraters ist jedoch begrenzt und darf nicht über die Grenzen hinausgehen. Die weitergehende Beratungsleistung darf zum Beispiel nur durch einen Rechtsanwalt ergehen. Um den Beruf eines Beraters auszuführen hat jeder eine Steuerprüfung abzulegen und muss eine Zulassung beantragen. Die Berechtigung kann über ein Studium an einer Hochschule erfolgen. Anforderung ist ein betriebswissenschaftlicher oder rechtswissenschaftlicher Abschluss. Danach erfolgt eine praktische Betätigung auf dem Gebiet des Steuerrechts. Die Dauer dieser Tätigkeit beurteilt sich nach der vorab absolvierten Studiumslänge. Bei min. vier Jahren Hochschulstudium sind 24 Monate notwendig. Bei weniger als vier Jahren müssen 36 Monate praktische Ausbildung absolviert werden. Der zweite Weg zur Steuerzulassung ist eine kaufmännische Ausbildung. Nach dem Abschluss der kaufmännischen Ausbildung braucht man 10 Jahre Berufspraxis bevor man die Zulassung als Steuerberater bekommt. Die Prüfung setzt sich zusammen aus drei schriftlichen Arbeiten und einer mündlichen Prüfung. Wichtige Prüfungsgebiete sind unter anderem: steuerliches Verfahrensrecht, Bewertungsrecht, Erbschaftssteuer, Verkehrssteuer, BWL und Rechnungsführung, VWL und Berufsrecht, Allgemeines Zivilrecht, Grundzüge des Zollrechts und Europarecht. Insgesamt sind 3 Arbeiten aus den genannten Themengebieten zu schreiben. Die mündliche Prüfung setzt sich zusammen aus einem Vortrag und sechs zusätzlichen Prüfungsteilen. Nach der bestandenen Prüfung ist erst eine Ernennung als Berater in Steuersachen ausführbar. Eine Bestellung ist ebenso von der persönlichen Befähigung des Prüflings abhängig. Die Bestellung geschieht sodann durch die Steuerberaterkammer. Jeder erhält eine Urkunde und kann sodann schließlich als Steuerberater beschäftigt werden. Man kann sich als Steuerberater selbstständig machen um alleine ein Unternehmen zu leiten oder man tritt einer Gesellschaft bei. Das geht z.B. in Gestalt einer Sozietät als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung, Bürogemeinschaft, Kommanditgesellschaft, offene Handelsgesellschaft oder einer GmbH & Co.KG. Zu unterscheiden ist der Steuerberater von einem Anwalt, der einen Fachanwalt für Steuerrecht hat. Der Rechtsanwalt kann nur rechtliche Beratung erbringen, aber nicht die Aufgaben eines Steuerberaters übernehmen. Alle tätigen Steuerberater sind in einem Verzeichnis, was für jeden zugänglich ist, aufgeführt. Aktuell sind nahezu 94.000 steuerliche Berater in in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen. Die Anzahl hat sich 2014 um 1,7 Prozent erhöht. Die hohe Zahl an steuerlichen Beratern ist ein Zeichen für den hohen Bedarf an Steuerberatern. Aufgrund der zahlreichen Probleme im Steuerrecht geben zahlreiche Privatperson und vor allem Unternehmen die Aufgabe an einen Sachkundigen ab. Die Berater haben ein hohes Fachwissen und haben zudem jahrelange Praxis auf dem Gebiet. Für die meisten Probleme wissen die steuerlichen Berater ein Lösungskonzept. Bei erheblichen Steuerangelegenheiten ist es ratsam einen Berater aufzusuchen.